Lese-Rechtschreibschwäche| Einfach anders lernen. Sun, 26 Dec 2021 10:24:39 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://talententwicklung.org/wp-content/uploads/2021/10/cropped-Favicon_Zeichenfläche-1-32x32.png Lese-Rechtschreibschwäche| 32 32 207283683 Lernen in den Ferien? Förderung oder Chillen & Grillen? https://talententwicklung.org/lernen-in-den-ferien-foerderung-oder-chillen-grillen/ Sat, 25 Dec 2021 19:36:47 +0000 https://talententwicklung.org/?p=3710 Der Leistungsdruck in den Schulen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Schule bekommt in vielen Familien einen höheren Stellenwert, mehr Aufmerksamkeit und mehr bewusste Zeit für Vor- und Nachbereitungen. Auch entsteht das Defizit durch Unterrichtsausfall, zu große Klassen,

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Der Leistungsdruck in den Schulen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Schule bekommt in vielen Familien einen höheren Stellenwert, mehr Aufmerksamkeit und mehr bewusste Zeit für Vor- und Nachbereitungen. Auch entsteht das Defizit durch Unterrichtsausfall, zu große Klassen, zu wenig personelle Begleitung in Inklusionsklassen und nicht immer schüleradressiertem Unterricht.

Ist man früher in den Urlaub gefahren, verbrachte man die Zeit intensiv im Kreise seiner Liebsten. Man war allenfalls per Telefon erreichbar und schrieb eine Postkarte. Heute steht man durch die digitale Vernetzung im ständigen Kontakt zu Freunden und der Arbeit. Auch bei den Eltern verschwimmt die Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit immer mehr, besonders wenn sie das Modell Home-Office gewählt haben. Sie rufen auch im Urlaub e-mails ab, führen berufliche Telefonate oder gehen mal kurz für ein paar Stunden ins Büro. Das Leben hat sich verändert. In den wenigsten Familien wartet noch ein Elternteil mit dem Mittagessen. Nur sehr selten haben Eltern zwölf Wochen Urlaub im Jahr, um die Kinder in den Schulferien zu begleiten.

Bildungswahn oder Motivation durch Lernerfolg?

Das Gehirn braucht eine Auszeit. Doch was hilft es einem Schüler, wenn er völlig erholt mit noch größeren Defiziten ins neue Schuljahr startet und den Anschluss an den aktuellen Schulstoff nicht mehr schafft. Psychische Symptome, wie Schulangst, Bauch- und Kopfschmerzen, Traurigkeit, Wutausbrüchen oder Motivationslosigkeit können die Folge sein. Nicht verwunderlich ist natürlich, dass während der Ferien der Wissensrückgang mit der Höhe der Jahrgangsstufe steigt. Dies gilt für Lese- und Rechtschreibkompetenzen, für Vokabel- und Grammatikkenntnisse und besonders für Mathematikkompetenzen.

Dieser Trend in den Ferien zu Lernen ist nicht nur bei „Curling-Eltern“ zu verbuchen. So werden Eltern in Dänemark genannt, wenn sie ihrem Kind jedes Hindernis aus dem Weg zu räumen versuchen. Man findet ihn auch bei Eltern, die ihren Kindern eine breite Ausbildung, einen Zugang zum Lernen ermöglichen wollen.

Lernen bedeutet sich Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeit anzueignen und im Gedächtnis zu speichern. Es geht zurück auf die gotische Bezeichnung „lais“ „ich weiß“, genau übersetzt „ich habe nachgespürt“. Die Herkunft macht deutlich, dass Lernen ein Prozess ist, bei dem man einen Weg zurücklegt und dabei Spuren hinterlässt. Es ist wortverwandt mit dem „Gleis“, auf dem Züge ihre Wege fahren. Wenn man Lernen also nicht als lästige Pflicht betrachtet, sondern als Chance zur Entwicklung der Persönlichkeit und wenn der Lernstoff auch noch gehirn-gerecht vermittelt wird, wird Lernen zum Erfolgserlebnis.

Endlich Ferien, endlich Nichtstun? Oder endlich Zeit zum Durchstarten?

Das Schuljahr geht innerhalb der nächsten Wochen zu Ende. Laut einer Forsa-Umfrage unter Eltern setzen sich 6 von 10 Schülern auch in der schulfreien Zeit mit dem Unterrichtsstoff auseinander. Zahlreiche Institute werben mit verlockenden Angeboten.

Die einen schauen sich den Stoff des vergangenen Schuljahres nur an, lesen ein Buch, eine Lektüre für den Deutsch- oder Englischunterricht, wiederholen Vokabeln, sehen Filme auf Englisch. Andere lernen oder üben nicht einfach nur zuhause oder im Urlaub mit den Eltern, sondern buchen Lernkurse, Lerncamps oder sogenannte Summer Schools in Nachhilfeinstituten. Wieder andere gehen auf Sprachreise verbunden mit einem Familienurlaub, mit einem Freund oder einer Freundin oder alleine. Das Angebot ist vielfältig. Alle mit dem gleichen Ziel: besser in der Schule zu werden.

Die Ferienzeit, besonders die langen Sommerferien, macht Lernpädagogen zu schaffen. Nach den Sommerferien dauert es erst eine gewisse Zeit, bis sich die Schüler wieder an den Schulstoff erinnern. Dies bestätigt auch eine Metastudie um den Neuseeländischen Bildungsforscher John Hattie, die die langen Schulferien als lernschädlich klassifiziert. Auch Siegfried Lehrt, klinischer Psychologe in Erlangen und Präsident der Gesellschaft für Gehirntraining bestätigt: „Das Gehirn muss jeden Tag beschäftigt werden, es darf sich nicht lange ausruhen.“ Frage ist nur, womit?

Manche Schüler brauchen ein gezieltes Lerntraining in geschütztem Raum

Besonders empfehlenswert sind Ferien-Intensivkurse bei Kindern und Jugendlichen, die unter besonderen Lernblockaden leiden, wie Legasthenie, Dyskalkulie oder Aufmerksamkeitsstörungen. Trotz intensiver Übungen, Förderunterricht und Nachhilfe bleibt der Schulerfolg oft aus. Legasthenische Kinder sind im normalen Unterricht benachteiligt, denn sie benötigen bei der Informationsverarbeitung verstärkt einen visuellen Bezug zu Wörtern, Zahlen und Symbolen. Da Legasthenie oder Dyskalkulie in der Pubertät „sich nicht verwachsen“, steigern sich diese Probleme in den weiterführenden Klassen. Hier kann nur eine intensive und individuelle Lernförderung durch spezialisierte und zertifizierte Lerntherapeuten in wertschätzender Atmosphäre den Teufelskreis durchbrechen. Das Lerncoaching in den Ferien, mit dem nötigen Abstand zum Schulalltag, ist der ideale Zeitpunkt. Die hierzu erforderlichen häuslichen Übungen können ganz ohne den Stress weiterer Hausaufgaben oder Prüfungen bewältigt werden.

Ich möchte so gut lesen und schreiben können wie die anderen

Der Vater von Jonas formuliert es so: „Bei Jonas wurde schon in der zweiten Klasse eine Lese- und Rechtschreib-Schwäche und eine auditive Wahrnehmungsstörung festgestellt. Hinzu kam, dass sein Vorstellungsvermögen in Bezug auf räumliche Dimensionen und den Zahlenraum begrenzt war. Mit Erfolg hat Jonas nunmehr wiederholt mehrtägige Trainings mit aktiver Einbeziehung der Eltern absolviert. Sowohl sein Niveau beim Lesen als auch sein Zahlenverständnis und seine Aufmerksamkeit haben sich deutlich gesteigert. Es war eine Freude zu sehen, wie Jonas sich entwickelt hat und mit wesentlich mehr Selbstbewusstsein und Motivation jetzt die Schule besucht. Solche großen Lernfortschritte in kurzer Zeit waren eben nur in den Schulferien zu erreichen.“

Solche Lerncoaching-Angebote von Integrativen Lerntherapeuten garantieren aufgrund des langjährigen Studiums einen hohen Qualitätsanspruch, sind aber nicht kostengünstig und auch nicht überall zu finden. Die Mutter von Merle sagt: „Das ist schon ziemlich viel Geld, aber das ist es wert. Ohne diese intensive und individuelle Förderung hätte Merle im neuen Schuljahr keinen Anschluss gefunden. Eine solche Entwicklung hätten wir nicht für möglich gehalten. Merle hat jetzt richtig Spaß am Lernen.“

Hier ist Zeit und Raum um Kreativität zu entfalten

Die Ferienzeit kann auch dazu genutzt werden, einen Workshop zur Bewältigung von Schulstress, Lernstrategien oder Aufmerksamkeits-Training zu besuchen. Vor allem sportliche Angebote tragen wesentlich zur Entwicklung der Kinder und Jugendlichen bei, wie z.B. Fußball- oder Tenniscamps. Bewegung ist das Tor zum Lernen und steigert die Lernfähigkeit. Musizieren kurbelt das Gehirn an und erzeugt eine größere Nervenzelldichte sowie eine ausgeprägte Feinmotorik. Jugendliche können auch in Schleswig-Holstein Sommer-Kurse besuchen. Workshops bieten Unterricht für Blasinstrumente, Gitarre, Schlagzeug und Gesang. Das Ferienangebot muss sich dabei ganz individuell an die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen anpassen und eine entspannte Lernumgebung garantieren. Hier gilt es die Qualifikation der Lehrkräfte und die Größe der Lerngruppe sehr genau zu prüfen. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, die Schulferien sind der ideale Zeitpunkt, um ihrem Kind ein Weiterbildungsangebot für seine Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen. Es kann ein Sprachkurs im Ausland oder ein Lerntraining ganz in ihrer Nähe sein. Diese Zeit kann ihr Kind schon nicht auf sozialen Plattformen, wie Facebook, WhatsApp, Instagram oder Snapchat verbringen oder bei minecraft „leveln“. Und trotzdem verbleibt noch ausreichend erholsame Zeit zum Chillen & Grillen.

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Legasthenie & Dyskalkulie frühzeitig erkennen https://talententwicklung.org/legasthenie-dyskalkulie-koennen-fruehzeitig-erkannt-werden/ Sat, 25 Dec 2021 19:27:35 +0000 https://talententwicklung.org/?p=3705 Es ist bekannt, dass viele Weichen früh gestellt werden. Ob ein Kind auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder sogar Legasthenie, auf eine Rechenschwäche oder gar Dyskalkulie zusteuert, lässt sich bereits im Kindergartenalter erkennen. Sie gehören neben Aufmerksamkeitsdefiziten zu den häufigsten Lernstörungen. 57

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Es ist bekannt, dass viele Weichen früh gestellt werden. Ob ein Kind auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder sogar Legasthenie, auf eine Rechenschwäche oder gar Dyskalkulie zusteuert, lässt sich bereits im Kindergartenalter erkennen. Sie gehören neben Aufmerksamkeitsdefiziten zu den häufigsten Lernstörungen. 57 Prozent der Kinder mit einer Rechenstörung haben obendrein auch mit einer Lese- oder Rechtschreibstörung zu kämpfen.

Legasthenie und Dyskalkulie werden in der Regel erst ab der zweiten Klasse erahnt und im Laufe der vierten oder fünften Klasse erkannt und getestet. Wer bereits in der 2. Klasse Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen hat, schafft es in der 8. Klasse kaum auf durchschnittliche Leistungen. Betroffene Kinder brauchen eine intensive und spezifische Förderung, bevor sich Lernstörungen gefestigt haben, um sie vor einem schulischen Scheitern zu bewahren.

Jüngste Studien konnten feststellen, dass die Kinder, die später Probleme mit dem Lesen, Schreiben oder Rechnen hatten, bereits im Vorschulalter Schwierigkeiten hatten, Aufgaben zur visuellen Aufmerksamkeit und Differenzierung zu bewältigen. Die betroffenen Kinder konnten Muster von Symbolen schlechter wiedererkennen und von ähnlichen Symbolen unterscheiden.

Auch die Fähigkeit, Laute bestimmten Wörtern zuzuordnen, Schwierigkeiten im Hören und Verstehen von Sprache wurden als Indikator angesehen. Legasthene Menschen haben eine verzerrte Wahrnehmung. Ihnen fehlt bei der Informationsverarbeitung die enge Verknüpfung zwischen Symbolen, Wörtern, Zahlen und deren bildhafter Bedeutung.

Wie kann man Lese-Rechtschreib-Schwäche / Legasthenie vorbeugen?

Um einen leichten Zugang zu Lesen und Schreiben zu bekommen, sollten SchülerInnen einige Voraussetzungen mitbringen. Ein großer Wortschatz befähigt sie zu einem gewandten Gebrauch der gesprochenen Sprache. Dabei sollten Kind zwischen verschiedenen Sprechweisen im Spiel „umschalten“ können, indem sie in verschiedene Spielrollen schlüpfen und Sprechweisen nachahmen. Sie können alle Laute deutlich unterscheiden und aussprechen. Sie haben das Bewusstsein für Wörter, Reime und Silben spielerisch entwickelt. Besondere feinmotorische Fähigkeiten tragen später zu einer entspannten Schreibmotorik bei.

Kleinkinder, die viel digitale Medien nutzen, kennen deutlich weniger Wörter, sind also in ihrer Sprachentwicklung verzögert. Sprachlaute, die man als Kind nicht gehört hat, können später nicht unterschieden werden. Wenn ein Elternteil täglich vorliest, reimt oder singt, ergibt sich hingegen ein positiver Effekt auf die Sprachentwicklung.

Wie kann man Rechenschwäche / Dyskalkulie vorbeugen?

Wie Kinder in früher Kindheit Mathematik erfahren und welche Vorläuferfähigkeiten sie zu Schulbeginn bereits aufgebaut haben, ist prägend für ihre spätere mathematische Kompetenz und ihre Einstellung zur Mathematik. Dazu zählen die Verinnerlichung der Grundbegriffe: Veränderung, Konsequenz, Ursache, Wirkung, Zeit, Reihenfolge und Ordnung, der Umgang mit Raum- und Lagebeziehungen, das Kennen und Benennen von räumlichen Körpern und Figuren, verschiedene Ordnungssysteme und Zuordnungen, Größen- und Mengenverhältnisse, das Abzählen, Zusammenfassen und Gliedern einer Menge von Objekten, das Erkennen von Mustern und das Erfassen von Größen. Denn Mathematik handelt nicht von Zahlen, sondern von unserer Welt, in der wir leben. Mathematik ist überall. Es ist die Sprache der Natur.

Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Start in ein entspanntes Schulleben sind in erster Linie eine sichere Körperkoordination, eine gute räumliche, auditive und visuelle Wahrnehmung und eine kontrollierte Aufmerksamkeitssteuerung. Nur was im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, wird korrekt gespeichert., Spielen, Toben, Sport, Tanzen, Gesellschaftsspiele, Gespräche, Berührungen und Musik sind die beste Anregung und Förderung für Ihr Kind.

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Legasthenie – Wenn Buchstaben keinen Sinn ergeben https://talententwicklung.org/legasthenie-wenn-buchstaben-keinen-sinn-ergeben/ Sat, 25 Dec 2021 18:11:29 +0000 https://talententwicklung.org/?p=3700 Trotz intensiver Übungen und überdurchschnittlicher Intelligenz erreichen manche Kinder keine altersgemäße Lese- und Rechtschreibfähigkeit. Es fällt ihnen schwer geschriebene in gesprochene Sprache umzusetzen und umgekehrt. Diese Symptomatik zeigt sich oft schon ab dem 2.Schuljahr. Langsames und stockendes Lesen macht jedes

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Trotz intensiver Übungen und überdurchschnittlicher Intelligenz erreichen manche Kinder keine altersgemäße Lese- und Rechtschreibfähigkeit. Es fällt ihnen schwer geschriebene in gesprochene Sprache umzusetzen und umgekehrt. Diese Symptomatik zeigt sich oft schon ab dem 2.Schuljahr. Langsames und stockendes Lesen macht jedes Schulfach zu einem Problem. Zum Beispiel beim Lesen von Textaufgaben, beim Zusammenfassen und Wiedergeben eines Textes oder Erarbeiten eines Referates. Ein Teufelskreislauf von Nachhilfe, Stress, Bauch- und Kopfschmerzen, Schulangst, Wutausbrüchen oder Motivationslosigkeit beginnt.

Schriftbild, Aussprache und Bedeutung müssen eine Einheit bilden.

Lesen ist die Schlüsselfähigkeit für den Erwerb von Bildung. Aber Lesen und Schreiben sind komplexe Vorgänge. Dabei müssen eine ganze Reihe von Teilfertigkeiten beherrscht und verknüpft werden. Zunächst müssen die Buchstaben eindeutig identifiziert, als Buchstabenkette zusammengezogen und das Wort als Ganzes erfasst werden. Dazu müssen verschiedene Informationen über Wörter gespeichert sein, die eng miteinander verknüpft sind: (1.) die Orthographie, wie genau wird ein Wort geschrieben (2.) die Phonologie, wie genau wird es ausgesprochen (3.) die Semantik, die Bedeutung eines Wortes. Fehlt eines dieser drei Bausteine, löst es Verwirrung aus, die sich mit zunehmender Textlänge steigert.

Beim Lesen richtet man die Aufmerksamkeit aber nicht auf die Buchstaben, sondern auf die Bedeutung, auf das Verstehen des Gelesenen, man konstruiert die Realität im Kopf. Schaut man auf eine Uhr, so interessiert man sich nicht für das Design der Uhr, sondern für die Uhrzeit.

Legastheniker haben einen anderen Lernstil

Forschungen belegen, dass legasthenische Menschen für die schriftliche Sprachverarbeitung überwiegend die rechte, also die künstlerisch, intuitive Gehirnhälfte benutzen. Jedes gesprochene oder geschriebene Wort gibt sofort Anlass, es in ein inneres Bild umzusetzen. Da sich diese Art des Denkens im Unterbewusstsein abspielt, sind sich die meisten Legastheniker dessen nicht bewusst. Und da beginnt das Dilemma.

Die Schule fordert verstärkt die analytische, linkshirngesteuerte Denkstruktur. Damit sind legasthenische Kinder im Unterricht benachteiligt. Hören, Aufschreiben und Wiederholen durch Lesen führt nicht zu wirklichem Verstehen von neuen Unterrichtsinhalten. Sie können den wesentlichen Zusammenhängen im Unterricht nicht folgen und schalten ab. Das ist ungefähr so, als ob sie ein word-Programm für windows gekauft haben und wollen es auf ihren Apple-PC spielen. Das Programm werden sie nicht zum Laufen bringen.

Jedes Kind kann lesen lernen mit den passenden Lernstrategien

Bei der Informationsverarbeitung müssen beide Gehirnhälften zu einem sinnvoll vernetzt denkenden Tandem verknüpft werden. Der Schlüssel zu erfolgreichem Lesen und Schreiben ist, den bevorzugten Lernkanal eines Schülers anzusprechen, die passenden Lernstrategien einzusetzen und somit die volle Aufmerksamkeit herzustellen. Nur was im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, wird korrekt gespeichert. Das Abspeichern realer Begriffe wie Baum, Elefant, laufen oder groß ist recht einfach. Schwieriger wird es bei Begriffen wie Ewigkeit,heiß oder rechts. Aber was ist die Bedeutung von allein, je, denn, desto oder zwar? Erst wenn wir uns bewusst zu den bildlosen Wörtern oder Lernwörtern Bilder anlegen, um zu verstehen, was sie bedeuten und diese mit dem Schriftbild und der Aussprache verbinden, kann sich die Legasthenie auflösen.

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