Rechenschwäche| Einfach anders lernen. Sun, 26 Dec 2021 10:23:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.1 https://talententwicklung.org/wp-content/uploads/2021/10/cropped-Favicon_Zeichenfläche-1-32x32.png Rechenschwäche| 32 32 207283683 Musizieren macht Kinder erfolgreicher https://talententwicklung.org/musizieren-macht-kinder-erfolgreicher/ Sat, 25 Dec 2021 19:45:27 +0000 https://talententwicklung.org/?p=3716 Ob Blockflöte, Gitarre, Klavier oder Schlagzeug: Ein Instrument zu lernen kann bei Kindern die Konzentration und Gedächtnisleistung fördern. Musizierende Kinder haben bessere Schulnoten. Eltern fördern Ihr Kind, wenn Sie es ein Instrument lernen lassen. Forscher haben in einer multidisziplinären Langzeitstudie

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Ob Blockflöte, Gitarre, Klavier oder Schlagzeug: Ein Instrument zu lernen kann bei Kindern die Konzentration und Gedächtnisleistung fördern. Musizierende Kinder haben bessere Schulnoten.

Eltern fördern Ihr Kind, wenn Sie es ein Instrument lernen lassen. Forscher haben in einer multidisziplinären Langzeitstudie einen direkten Zusammenhang zwischen dem Erlernen eines Instrumentes und dem schulischen und späteren beruflichen Erfolg nachweisen können. Musizieren hat positive Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Schüler, die bereits früh begonnen haben, ein Musikinstrument zu spielen, haben deutlich bessere Schulnoten als Kinder, die kein Instrument lernen. Die Forscher gingen sogar noch weiter und charakterisierten die musikalischen Kinder als gewissenhafter, offener und ehrgeiziger. Dieser Effekt stellt sich ein unabhängig vom Bildungsniveau und Einkommen der Eltern. Die Wahrscheinlichkeit die Schullaufbahn mit dem Abitur zu beenden und anschließend sogar ein Studium zu beginnen, lag bei den musizierenden Kindern der Studie um 8 Prozent höher als bei den nicht musizierenden.

Daran kann man ermessen, wie wichtig der Musikunterricht in den Schulen ist, der so häufig ein stiefmütterliches Dasein führt oder gar ganz ausfällt, da ausgebildete Musiklehrer fehlen. Die musikalische Ausbildung, die Förderung von Instrumenten-Klassen, Chor, Orchester oder eine Big-Band sollte wichtiger Bestandteil eines Schulangebotes sein. Auch sollte die private Förderung von außerschulischen Musikangeboten unterstützt werden.

Musik hören ist wie beim Sport zuschauen

Glaubte man doch lange, dass durch das Hören einer Mozart-Sonate oder klassischer Musik im Allgemeinen sich die Intelligenz steigern ließe. Schwangere legten oder legen Mozart-Klänge auf den Bauch, um ihr ungeborenes Kind bereits frühzeitig zu fördern. Bekannt geworden ist diese Methode unter dem Begriff „Mozart-Effekt“. Dieser Effekt kann keine eindeutigen Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten nachweisen. Aber er hat positive Auswirkungen auf die Stimmung, die Emotionen, die die Gefühlszentren stimulieren. Alleine das kann uns mental motivieren und aktivieren.

Damit sich ein eindeutig leistungssteigernder Effekt bemerkbar macht, reicht es aber nicht Musik vom iPod oder bei Spotify zu hören, sondern es braucht eine aktive musikalische Beteiligung. Ein Instrument muss gelernt werden. Es ist ein großer Unterschied, ob Musik nur gehört oder aktiv selbst gespielt wird. So wie man auch nicht körperlich durchtrainiert ist, wenn man beim Sport anderen nur zusieht.

Besonders wertvoll sind dabei vor allem die Transfereffekte. In meiner Praxis stelle ich immer wieder fest, dass zum Beispiel Kinder und Jugendliche, die Klavier lernen, eine deutlich flüssigere Handschrift bekommen und feinmotorisch geschickter werden. Körperlich unruhigere Kinder und Jugendliche, die Schlagzeug spielen, werden zufriedener und ausgeglichener und steigern ihre Aufmerksamkeitsspanne und ihr Gedächtnis. Beim Musizieren werden auch das Lesen der Noten, das Verfolgen der Notenlinie mit den Augen und das Abzählen des Taktes gelernt. Noten und Pausen sind in Bruchteile, in Viertel oder Achtel unterteilt, Kenntnisse, die ein mathematisches Verständnis fördern. Aber vor allem zeigen alle meine Schüler einen Zuwachs an sozialer Intelligenz, denn das Spielen in einer Gruppe macht kooperativer und stärkt das Selbstwertgefühl und das Gemeinschaftserlebnis.

Musizieren verändert das Gehirn

Das Gehirn muss beim Musizieren eine unglaublich komplexe Leistung vollbringen, weil „Sehen und Hören, Führen und Tasten, Bewegung und Koordination, Imagination und Kreativität in besonders intensiver Weise miteinander verbunden werden“, so formuliert es Prof. Dr. Gruhn, Musikpädagoge aus Freiburg. Dieses komplexe Zusammenspiel aktiviert und verknüpft die unterschiedlichsten Hirnregionen und stärkt die kognitive, emotionale und soziale Kompetenz.

Die Test-Probanden wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren beobachtet. Sie wurden immer wieder an Elektroden angeschlossen, um Veränderungen im Gehirn zu messen. Bereits nach den ersten Unterrichtsstunden fanden die ersten Vernetzungen zwischen den motorischen Zentren und den Hörzentren statt. Nach drei Wochen sind diese Netzwerkverbindungen schon recht stabil. Nach einem Jahr Musikunterricht veränderte sich die Hirnstruktur. Kinder, die etwa zwei Stunden wöchentlich Klavier spielten, hatten eine wesentlich größere Nevenzelldichte in den sensomotorischen Zentren, den Zellen, die für die Steuerung und Kontrolle der Bewegungen zuständig sind. Außerdem wurde im Balken, dem Teil des Gehirns der für den Informationsaustausch und der Koordination zwischen den beiden Gehirnhälften zuständig ist, die Nervenfaserverbindung zwischen der rechten und linken Hand verstärkt. Auch die neuronale Leitgeschwindigkeit zwischen Hör- und Bewegungsregionen wurde erhöht, was einen schnelleren Austausch der Informationen ermöglicht. Bereits bei 30 Minuten Klavierunterricht in der Woche waren beide Hemisphären besser vernetzt.

Wurde das Erlernen des Instrumentes vor dem 13. Lebensjahr begonnen, waren die Aktivierungen am größten. Festgestellt wurde, dass sich die Veränderung nach etwa zwei Jahren am deutlichsten einstellte. Erwachsene, die in früher Jugend ein Musikinstrument gespielt haben, können Geräusche besser identifizieren. Diese verbesserte Verarbeitung von Klängen verbessert auch die Verarbeitung von Sprache.

Das Gehirn liebt Musik

Schaut man sich bei unserer Jugend um, so wird überall und ständig Musik gehört oder geschaut. Unser Gehirn liebt offensichtlich Musik. Die zahlreichen Castingshows beweisen es. Selbst musizieren fördert darüber hinaus das Lernen gleich auf drei verschiedenen Ebenen, die eng miteinander vernetzt sind. Zunächst die Ebene des Denkens, die Ebene des Fühlens und die Ebene des Handelns. Es werden Bewegungen ausgeführt, die räumlich und zeitlich genau sein müssen, in einer genau bestimmten Reihenfolge, mit klar dosierter Kraft und mit Ausdauer. „Die nutzloseste Leistung, zu denen Menschen befähigt sind – und das ist zweifelhaft das unbekümmerte Singen [und Musizieren] – hat den größten Nutzeffekt für die Entwicklung von Kindergehirnen“, so formuliert es Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther.

Und so vielfältig wie die Musik selbst ist auch das Unterrichtsangebot in unserer Umgebung: von musikalischer Früherziehung über Instrumentenkarussell, das die Möglichkeit bietet, verschiedene Instrumente kennenzulernen und auszuleihen. Egal ob Sie eine klassische Ausbildung am Klavier suchen oder an der Geige oder für Popmusik auf Papas alter Gitarre oder lieber doch Jazzmusik auf dem Saxophon, Musikschulen bieten in Gruppen- und Einzelunterricht für jedes Alter, egal ob für Anfänger, Wiedereinsteiger oder Fortgeschrittene den passenden Unterricht. Auch zahlreiche private Musiklehrer bieten eine kostenlose Schnupperstunde an. Aber auch Erwachsene können noch vom Erlernen eines Instrumentes profitieren. Es ist nie zu spät, auch für uns Eltern. Dabei ist es nicht wichtig, ob Sie sich oder Ihr Kind für talentiert halten oder nicht, Hauptsache es macht Spaß. Glauben Sie an das Talent Ihres Kindes, zeigen Sie Interesse an seinem Instrument und es wird sich positiv auf seine musikalische Entwicklung auswirken und auf die Freude am Üben. Jeder macht auf seine Weise Fortschritte, sofern er einfach regelmäßig spielt und einen guten Lehrer hat, zu dem er eine positive emotionale Beziehung aufbauen kann. Und für uns als Eltern ist es doch das Beste, mit unseren Kindern zu singen und gemeinsam Musik zu machen; es bereichert und festigt das Familienleben.

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Lernen in den Ferien? Förderung oder Chillen & Grillen? https://talententwicklung.org/lernen-in-den-ferien-foerderung-oder-chillen-grillen/ Sat, 25 Dec 2021 19:36:47 +0000 https://talententwicklung.org/?p=3710 Der Leistungsdruck in den Schulen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Schule bekommt in vielen Familien einen höheren Stellenwert, mehr Aufmerksamkeit und mehr bewusste Zeit für Vor- und Nachbereitungen. Auch entsteht das Defizit durch Unterrichtsausfall, zu große Klassen,

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Der Leistungsdruck in den Schulen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Schule bekommt in vielen Familien einen höheren Stellenwert, mehr Aufmerksamkeit und mehr bewusste Zeit für Vor- und Nachbereitungen. Auch entsteht das Defizit durch Unterrichtsausfall, zu große Klassen, zu wenig personelle Begleitung in Inklusionsklassen und nicht immer schüleradressiertem Unterricht.

Ist man früher in den Urlaub gefahren, verbrachte man die Zeit intensiv im Kreise seiner Liebsten. Man war allenfalls per Telefon erreichbar und schrieb eine Postkarte. Heute steht man durch die digitale Vernetzung im ständigen Kontakt zu Freunden und der Arbeit. Auch bei den Eltern verschwimmt die Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit immer mehr, besonders wenn sie das Modell Home-Office gewählt haben. Sie rufen auch im Urlaub e-mails ab, führen berufliche Telefonate oder gehen mal kurz für ein paar Stunden ins Büro. Das Leben hat sich verändert. In den wenigsten Familien wartet noch ein Elternteil mit dem Mittagessen. Nur sehr selten haben Eltern zwölf Wochen Urlaub im Jahr, um die Kinder in den Schulferien zu begleiten.

Bildungswahn oder Motivation durch Lernerfolg?

Das Gehirn braucht eine Auszeit. Doch was hilft es einem Schüler, wenn er völlig erholt mit noch größeren Defiziten ins neue Schuljahr startet und den Anschluss an den aktuellen Schulstoff nicht mehr schafft. Psychische Symptome, wie Schulangst, Bauch- und Kopfschmerzen, Traurigkeit, Wutausbrüchen oder Motivationslosigkeit können die Folge sein. Nicht verwunderlich ist natürlich, dass während der Ferien der Wissensrückgang mit der Höhe der Jahrgangsstufe steigt. Dies gilt für Lese- und Rechtschreibkompetenzen, für Vokabel- und Grammatikkenntnisse und besonders für Mathematikkompetenzen.

Dieser Trend in den Ferien zu Lernen ist nicht nur bei „Curling-Eltern“ zu verbuchen. So werden Eltern in Dänemark genannt, wenn sie ihrem Kind jedes Hindernis aus dem Weg zu räumen versuchen. Man findet ihn auch bei Eltern, die ihren Kindern eine breite Ausbildung, einen Zugang zum Lernen ermöglichen wollen.

Lernen bedeutet sich Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeit anzueignen und im Gedächtnis zu speichern. Es geht zurück auf die gotische Bezeichnung „lais“ „ich weiß“, genau übersetzt „ich habe nachgespürt“. Die Herkunft macht deutlich, dass Lernen ein Prozess ist, bei dem man einen Weg zurücklegt und dabei Spuren hinterlässt. Es ist wortverwandt mit dem „Gleis“, auf dem Züge ihre Wege fahren. Wenn man Lernen also nicht als lästige Pflicht betrachtet, sondern als Chance zur Entwicklung der Persönlichkeit und wenn der Lernstoff auch noch gehirn-gerecht vermittelt wird, wird Lernen zum Erfolgserlebnis.

Endlich Ferien, endlich Nichtstun? Oder endlich Zeit zum Durchstarten?

Das Schuljahr geht innerhalb der nächsten Wochen zu Ende. Laut einer Forsa-Umfrage unter Eltern setzen sich 6 von 10 Schülern auch in der schulfreien Zeit mit dem Unterrichtsstoff auseinander. Zahlreiche Institute werben mit verlockenden Angeboten.

Die einen schauen sich den Stoff des vergangenen Schuljahres nur an, lesen ein Buch, eine Lektüre für den Deutsch- oder Englischunterricht, wiederholen Vokabeln, sehen Filme auf Englisch. Andere lernen oder üben nicht einfach nur zuhause oder im Urlaub mit den Eltern, sondern buchen Lernkurse, Lerncamps oder sogenannte Summer Schools in Nachhilfeinstituten. Wieder andere gehen auf Sprachreise verbunden mit einem Familienurlaub, mit einem Freund oder einer Freundin oder alleine. Das Angebot ist vielfältig. Alle mit dem gleichen Ziel: besser in der Schule zu werden.

Die Ferienzeit, besonders die langen Sommerferien, macht Lernpädagogen zu schaffen. Nach den Sommerferien dauert es erst eine gewisse Zeit, bis sich die Schüler wieder an den Schulstoff erinnern. Dies bestätigt auch eine Metastudie um den Neuseeländischen Bildungsforscher John Hattie, die die langen Schulferien als lernschädlich klassifiziert. Auch Siegfried Lehrt, klinischer Psychologe in Erlangen und Präsident der Gesellschaft für Gehirntraining bestätigt: „Das Gehirn muss jeden Tag beschäftigt werden, es darf sich nicht lange ausruhen.“ Frage ist nur, womit?

Manche Schüler brauchen ein gezieltes Lerntraining in geschütztem Raum

Besonders empfehlenswert sind Ferien-Intensivkurse bei Kindern und Jugendlichen, die unter besonderen Lernblockaden leiden, wie Legasthenie, Dyskalkulie oder Aufmerksamkeitsstörungen. Trotz intensiver Übungen, Förderunterricht und Nachhilfe bleibt der Schulerfolg oft aus. Legasthenische Kinder sind im normalen Unterricht benachteiligt, denn sie benötigen bei der Informationsverarbeitung verstärkt einen visuellen Bezug zu Wörtern, Zahlen und Symbolen. Da Legasthenie oder Dyskalkulie in der Pubertät „sich nicht verwachsen“, steigern sich diese Probleme in den weiterführenden Klassen. Hier kann nur eine intensive und individuelle Lernförderung durch spezialisierte und zertifizierte Lerntherapeuten in wertschätzender Atmosphäre den Teufelskreis durchbrechen. Das Lerncoaching in den Ferien, mit dem nötigen Abstand zum Schulalltag, ist der ideale Zeitpunkt. Die hierzu erforderlichen häuslichen Übungen können ganz ohne den Stress weiterer Hausaufgaben oder Prüfungen bewältigt werden.

Ich möchte so gut lesen und schreiben können wie die anderen

Der Vater von Jonas formuliert es so: „Bei Jonas wurde schon in der zweiten Klasse eine Lese- und Rechtschreib-Schwäche und eine auditive Wahrnehmungsstörung festgestellt. Hinzu kam, dass sein Vorstellungsvermögen in Bezug auf räumliche Dimensionen und den Zahlenraum begrenzt war. Mit Erfolg hat Jonas nunmehr wiederholt mehrtägige Trainings mit aktiver Einbeziehung der Eltern absolviert. Sowohl sein Niveau beim Lesen als auch sein Zahlenverständnis und seine Aufmerksamkeit haben sich deutlich gesteigert. Es war eine Freude zu sehen, wie Jonas sich entwickelt hat und mit wesentlich mehr Selbstbewusstsein und Motivation jetzt die Schule besucht. Solche großen Lernfortschritte in kurzer Zeit waren eben nur in den Schulferien zu erreichen.“

Solche Lerncoaching-Angebote von Integrativen Lerntherapeuten garantieren aufgrund des langjährigen Studiums einen hohen Qualitätsanspruch, sind aber nicht kostengünstig und auch nicht überall zu finden. Die Mutter von Merle sagt: „Das ist schon ziemlich viel Geld, aber das ist es wert. Ohne diese intensive und individuelle Förderung hätte Merle im neuen Schuljahr keinen Anschluss gefunden. Eine solche Entwicklung hätten wir nicht für möglich gehalten. Merle hat jetzt richtig Spaß am Lernen.“

Hier ist Zeit und Raum um Kreativität zu entfalten

Die Ferienzeit kann auch dazu genutzt werden, einen Workshop zur Bewältigung von Schulstress, Lernstrategien oder Aufmerksamkeits-Training zu besuchen. Vor allem sportliche Angebote tragen wesentlich zur Entwicklung der Kinder und Jugendlichen bei, wie z.B. Fußball- oder Tenniscamps. Bewegung ist das Tor zum Lernen und steigert die Lernfähigkeit. Musizieren kurbelt das Gehirn an und erzeugt eine größere Nervenzelldichte sowie eine ausgeprägte Feinmotorik. Jugendliche können auch in Schleswig-Holstein Sommer-Kurse besuchen. Workshops bieten Unterricht für Blasinstrumente, Gitarre, Schlagzeug und Gesang. Das Ferienangebot muss sich dabei ganz individuell an die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen anpassen und eine entspannte Lernumgebung garantieren. Hier gilt es die Qualifikation der Lehrkräfte und die Größe der Lerngruppe sehr genau zu prüfen. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, die Schulferien sind der ideale Zeitpunkt, um ihrem Kind ein Weiterbildungsangebot für seine Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen. Es kann ein Sprachkurs im Ausland oder ein Lerntraining ganz in ihrer Nähe sein. Diese Zeit kann ihr Kind schon nicht auf sozialen Plattformen, wie Facebook, WhatsApp, Instagram oder Snapchat verbringen oder bei minecraft „leveln“. Und trotzdem verbleibt noch ausreichend erholsame Zeit zum Chillen & Grillen.

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Legasthenie & Dyskalkulie frühzeitig erkennen https://talententwicklung.org/legasthenie-dyskalkulie-koennen-fruehzeitig-erkannt-werden/ Sat, 25 Dec 2021 19:27:35 +0000 https://talententwicklung.org/?p=3705 Es ist bekannt, dass viele Weichen früh gestellt werden. Ob ein Kind auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder sogar Legasthenie, auf eine Rechenschwäche oder gar Dyskalkulie zusteuert, lässt sich bereits im Kindergartenalter erkennen. Sie gehören neben Aufmerksamkeitsdefiziten zu den häufigsten Lernstörungen. 57

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Es ist bekannt, dass viele Weichen früh gestellt werden. Ob ein Kind auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder sogar Legasthenie, auf eine Rechenschwäche oder gar Dyskalkulie zusteuert, lässt sich bereits im Kindergartenalter erkennen. Sie gehören neben Aufmerksamkeitsdefiziten zu den häufigsten Lernstörungen. 57 Prozent der Kinder mit einer Rechenstörung haben obendrein auch mit einer Lese- oder Rechtschreibstörung zu kämpfen.

Legasthenie und Dyskalkulie werden in der Regel erst ab der zweiten Klasse erahnt und im Laufe der vierten oder fünften Klasse erkannt und getestet. Wer bereits in der 2. Klasse Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen hat, schafft es in der 8. Klasse kaum auf durchschnittliche Leistungen. Betroffene Kinder brauchen eine intensive und spezifische Förderung, bevor sich Lernstörungen gefestigt haben, um sie vor einem schulischen Scheitern zu bewahren.

Jüngste Studien konnten feststellen, dass die Kinder, die später Probleme mit dem Lesen, Schreiben oder Rechnen hatten, bereits im Vorschulalter Schwierigkeiten hatten, Aufgaben zur visuellen Aufmerksamkeit und Differenzierung zu bewältigen. Die betroffenen Kinder konnten Muster von Symbolen schlechter wiedererkennen und von ähnlichen Symbolen unterscheiden.

Auch die Fähigkeit, Laute bestimmten Wörtern zuzuordnen, Schwierigkeiten im Hören und Verstehen von Sprache wurden als Indikator angesehen. Legasthene Menschen haben eine verzerrte Wahrnehmung. Ihnen fehlt bei der Informationsverarbeitung die enge Verknüpfung zwischen Symbolen, Wörtern, Zahlen und deren bildhafter Bedeutung.

Wie kann man Lese-Rechtschreib-Schwäche / Legasthenie vorbeugen?

Um einen leichten Zugang zu Lesen und Schreiben zu bekommen, sollten SchülerInnen einige Voraussetzungen mitbringen. Ein großer Wortschatz befähigt sie zu einem gewandten Gebrauch der gesprochenen Sprache. Dabei sollten Kind zwischen verschiedenen Sprechweisen im Spiel „umschalten“ können, indem sie in verschiedene Spielrollen schlüpfen und Sprechweisen nachahmen. Sie können alle Laute deutlich unterscheiden und aussprechen. Sie haben das Bewusstsein für Wörter, Reime und Silben spielerisch entwickelt. Besondere feinmotorische Fähigkeiten tragen später zu einer entspannten Schreibmotorik bei.

Kleinkinder, die viel digitale Medien nutzen, kennen deutlich weniger Wörter, sind also in ihrer Sprachentwicklung verzögert. Sprachlaute, die man als Kind nicht gehört hat, können später nicht unterschieden werden. Wenn ein Elternteil täglich vorliest, reimt oder singt, ergibt sich hingegen ein positiver Effekt auf die Sprachentwicklung.

Wie kann man Rechenschwäche / Dyskalkulie vorbeugen?

Wie Kinder in früher Kindheit Mathematik erfahren und welche Vorläuferfähigkeiten sie zu Schulbeginn bereits aufgebaut haben, ist prägend für ihre spätere mathematische Kompetenz und ihre Einstellung zur Mathematik. Dazu zählen die Verinnerlichung der Grundbegriffe: Veränderung, Konsequenz, Ursache, Wirkung, Zeit, Reihenfolge und Ordnung, der Umgang mit Raum- und Lagebeziehungen, das Kennen und Benennen von räumlichen Körpern und Figuren, verschiedene Ordnungssysteme und Zuordnungen, Größen- und Mengenverhältnisse, das Abzählen, Zusammenfassen und Gliedern einer Menge von Objekten, das Erkennen von Mustern und das Erfassen von Größen. Denn Mathematik handelt nicht von Zahlen, sondern von unserer Welt, in der wir leben. Mathematik ist überall. Es ist die Sprache der Natur.

Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Start in ein entspanntes Schulleben sind in erster Linie eine sichere Körperkoordination, eine gute räumliche, auditive und visuelle Wahrnehmung und eine kontrollierte Aufmerksamkeitssteuerung. Nur was im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, wird korrekt gespeichert., Spielen, Toben, Sport, Tanzen, Gesellschaftsspiele, Gespräche, Berührungen und Musik sind die beste Anregung und Förderung für Ihr Kind.

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Bewegung ist Nahrung für das Gehirn und macht Kinder klüger https://talententwicklung.org/bewegung-ist-nahrung-fuer-das-gehirn-und-macht-kinder-klueger/ Sat, 25 Dec 2021 18:21:15 +0000 https://talententwicklung.org/?p=3703 Wer Babys strampeln und krabbeln sieht, wer Schüler beim Toben auf dem Pausenhof beobachtet, der weiß: Kinder brauchen Bewegung. Dass Bewegung, vor allem an frischer Luft, gut für die Gesundheit ist, wissen wir. Aber Bewegung bewirkt noch viel mehr! Sie

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Wer Babys strampeln und krabbeln sieht, wer Schüler beim Toben auf dem Pausenhof beobachtet, der weiß: Kinder brauchen Bewegung. Dass Bewegung, vor allem an frischer Luft, gut für die Gesundheit ist, wissen wir. Aber Bewegung bewirkt noch viel mehr! Sie ist das wichtigste Instrument mit dem unsere Kinder ihre Umwelt wahrnehmen und verarbeiten. Sie bildet die Grundlage für Selbstständigkeit und Selbstvertrauen, für Organisationsfähigkeit, Impulskontrolle und Frustrationsschwelle. Die Konzentrationsfähigkeit wird erhöht und die Freude am Lernen steigt.

Schon im Mutterleib bilden sich durch die ersten Bewegungen Nervenbahnen im Gehirn. Den Daumen gezielt in den Mund zu stecken, bedarf einiger „Übung“. Bei der Geburt verfügen wir über mehr als 100 Milliarden Nervenzellen, die noch miteinander verknüpft werden müssen, denn Informationen sollen nicht nur aufgenommen und gespeichert, sondern weitergeleitet werden. Greifen, krabbeln, laufen lernen, turnen und toben unterstützen diese Verknüpfungen. Es entsteht ein gut ausgebautes Straßennetz, auf dem später eine schnelle Informationsverarbeitung stattfinden kann. Nur häufig genutzte Verbindungen zwischen Nervenzellen bleiben bestehen. Dazu müssen sie laufend aktiviert werden, frei nach dem Motto „Use it or loose it“.

Durch Bewegung erforschen die Kinder ihre Umgebung, allein oder mit anderen. Beim Balancieren auf einem Baumstamm oder einer Gartenmauer, beim Schaukeln auf einer Wippe, beim Spielen mit Bällen, beim Schlittern auf einer Eisfläche, beim Laufen im Strandsand, beim Schwimmen oder beim Klettern und Rutschen können sie Gleichgewicht und Körperkoordination erleben. Kinder erzeugen und verstehen Phänomene und verinnerlichen so unmittelbar unser Ursache-Wirkungs-Prinzip und lernen Grundbegriffe wie Veränderung, Konsequenz, Zeit, Reihenfolge und Ordnung kennen.

Wenn Kinder sich bewegen, verbessert sich nicht nur ihre Körperhaltung, auch das Gehirn ist besser durchblutet. Beim Sport werden bestimmte Hirnareale angesprochen, die mit dem Arbeitsgedächtnis korrespondieren, einem wichtigen Zwischenspeicher für Informationen. Dieser Effekt tritt natürlich bei Spiel und Sport viel eher ein, als beim Abhängen vor dem Computer und dem Fernseher. Kinder und Jugendliche treffen sich nicht mehr draußen, sie treffen ihre Freunde auf Facebook und Instagram. Hirnforscher haben herausgefunden, dass sich in den letzten Jahren bei Jugendlichen der Bereich im Gehirn, der für die Daumenbewegung zuständig ist, deutlich vergrößert hat. Eine Anpassung an whatsapp & Co. Nach Schule und Hausaufgaben heißt es einfach nur „chillen“ und die technischen Verführungen sind groß.

Eltern tragen heute als Vorbilder eine größere Verantwortung denn je. Kinder und Jugendliche übernehmen durch Imitation Mimik, Gestik und Verhaltensweisen. Eltern müssen für sich und ihre Kinder für mehr und regelmäßige Bewegung sorgen und diese Aktivitäten auch konsequent einhalten. Viele Eltern argumentieren, dass neben der Schule kaum Zeit für Freizeitaktivitäten bliebe. Doch knapp 2 Stunden verbringen Jugendliche täglich online am Handy oder Tablet mit Chatten und Spielen und kommunizieren mit 386 virtuellen Freunden, 2 Stunden spielen sie Computer- und Videospiele. Ein Nährboden für ADHS, Hyperaktivität und ADS, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.

Kinder müssen andere spannende Aktivitäten kennenlernen, die sie körperlich herausfordern. Nutzen Sie frühzeitig den Bewegungsdrang, die Bewegungsfreude und den Spieltrieb ihrer Kinder. Fahren Sie ihr Kind morgens nicht mit dem Auto bis vor die Schultür. Körperliche Betätigung, Bewegung und Sport sind Doping für das Gehirn. Die Produktion von Adrenalin, also Stresshormonen, wird reduziert und Endorphine, körpereigene Glückshormone, werden ausgeschüttet. Bewegung ist Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Sprache und für die korrekte Raum-Lage-Wahrnehmung von Buchstaben und Zahlen. Für eine leichte Stiftführung muss die Hand-Auge-Koordination gut ausgeprägt sein. Studien belegen, dass „Bewegung schlau macht“, die Konzentrationsfähigkeit deutlich steigert und somit die Lust am Lernen weckt.

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